|
Ausschuss III: Umweltpolitik und Nachhaltigkeit
"Das Gegenteil von Nachhaltigkeit ist Selbstmord!"
Am Mittwoch Vormittag wurden die sechs Punkte, die die Mitglieder des
Ausschusseses 'Umweltpolitik und Nachhaltigkeit in der Resolution
zusammengefasst hatten, mit den Mitgliedern aller Ausschüsse des
Jugendparlaments im Plenarsaal diskutiert.
Nach
einer kurzen Vorstellung der Forderungen, durch den Pressesprecher des
Ausschusses, Alexander Lukas, der seine Rede mit den Worten; "Und
ich hoffe, dass jedem hier bewusst ist, dass das Gegenteil von Nachhaltigkeit
Selbstmord ist!" beendete, wurde die Diskussion eröffnet.
Der Punkt, über den am meisten gestritten wurde, war die Forderung
zur Einführung der so genannten Öko-Card. Es kam der Einwand,
dass es viel zu bürokratisch und aufwendig sei, ganz Europa mit
einer Karte auszustatten, auf der man Punkte sammelt und diese dann,
am Ende des Jahres, je nach ihrer Anzahl, steuervergünstigend geltend
machen kann.
Es wurde vorgeschlagen, lieber gleich eine Steuersenkung auf bestimmte
Öko-Produkte zu erlassen. Dies wäre wesentlich einfacher,
preiswerter und unbürokratischer. Diesem Antrag wurde allerdings
nicht stattgegeben, da die Mehrheit der Parlamentsmitglieder dagegen
stimmte. Höchstwahrscheinlich war es das Argument, die Öko-Card
sei etwas "Handfestes", was eine Menge Aufmerksamkeit erregen
wird, der springende Punkt für dessen Ablehnung.
Ein weiterer Diskussionspunkt war die Einführung einer Maut auf
Gütertransporte per LKW, um den europaweiten Güterverkehr
auf die Schienen zu verlagern. Es wurde angemerkt, dass das Schienensystem
der EU auf keinen Fall ausreichend für diese Umstrukturierung des
Güterverkehrs sei. Doch mit Hilfe einer EU-weiten Einführung
der Öko-Steuer sollte dieses Problem der Infrastruktur gelöst
werden.
Ansonsten waren es hauptsächlich Kleinigkeiten, die von einigen
Mitgliedern angemerkt wurden. Grundlegende Änderungen der Resolution
gab es nicht.
|