Ergebnisse der Arbeitsgruppe polnischer Teilnehmer


Eine Gruppe polnischer Teilnehmer hat in einem eigenen Papier diejenigen
Punkte zusammengefasst, die Ihnen mit Blick auf Polen und dessen Beitritt
zur Europäischen Union besonders wichtig erschienen:
Umweltschutz
Umweltschutz ist die Pflege unseres Umfeldes. Polen behandelt die Problematik
als zweitrangig und verstößt gegen gängige Umweltnormen,
weil es die wirtschaftliche Situation nicht zulässt.
Für polnische Industrielle zahlt es sich eher aus, eine Strafe
wegen Verstoßes gegen Umweltnormen in Kauf zu nehmen, da die Anschaffung
von Filter und Entwässerungsanlagen um einiges teurer ist als die
Strafe. Saurer Regen, das Ozonloch, verschmutzte Flussläufe um
nur einige der Folgen für die Umwelt zu nennen.
Saurer Regen verseucht den Boden und macht die Erde unfruchtbar, so
daß Wälder sterben und Äcker weniger Ertrag bringen,
was wiederum einen wirtschaftlichen Schaden verursacht.
Wenn wir der EU beitreten werden wir uns EU-Normen unterordnen müssen,
was den Umweltschutz in Form von Recycling, Entwässerungsanlagen
unter Verminderung von Schadstoffemissionen betrifft.
Ein sehr ernstes Problem, nicht nur in Polen, sondern auch in anderen
Ländern, ist das Abroden von Wäldern. Somit wird die natürliche
Luftsäuberungsfunktion der Wälder deutlich eingeschränkt.
Durch den EU-Beitritt erhoffen wir uns, daß Umweltprobleme durch
gemeinsame Umweltpolitik gelöst werden. Wenn wir mit den Mitgliedern
mit der EU richtig zusammenarbeiten werden, beschränken wir die
Kosten für die Ökologie. Die EU kann uns helfen, aber es ist
für uns völlig klar, das sie nicht für uns unsere Probleme
löst. Die Vorschriften sind auch nicht im Stande die Mentalität
und die schlechten Gewohnheiten der Menschen zu verändern. Letztlich
hängt es nur von uns ab, wie wir diese Unterstützung der EU
nutzen können.
Gleichberechtigung der Frauen
In Polen gibt es mehr Frauen als Männer. Sie sind besser ausgebildet,
trotzdem arbeiten sie in niedrigeren Stellen als die Männer oder
in den selben Positionen jedoch mit niedrigerem Gehalt. Weil zum großen
Teil die Arbeitgeber Männer sind befürchten sie , dass eine
Schwangerschaft die Arbeitskraft der Frauen beeinträchtigen wird.
Die Männer behaupten auch, dass sich die Frauen in Männerberufen
nicht eignen. Jahrelang haben die Männer ein Bild einer idealen
Frauen bevorzugt, die sich nur um Haushalt und Kinder kümmerte.
Im Endeffekt waren nur Männer berufstätig. Heutzutage reicht
aber ein Gehalt nicht mehr aus um die ganze Familie zu ernähren.
Aus diesem Grund sind die Frauen auch gezwungen eine Arbeit aufzunehmen.
Anders als in unserem Land haben die Frauen in der EU das Recht über
eine Abtreibung selbst zu entscheiden. In Polen ist die Abtreibung streng
verboten. Wenn eine Frau ein Kind zur Welt bringt, welches sie z. B.
aus finanziellen Gründen nicht alleine großziehen kann, gibt
sie es zur Adoption frei. In Polen gibt es momentan mehr verlassene
Kinder als Menschen die dazu bereit wären, ein solches Kind zu
adoptieren. Die Kinder erfahren keine Liebe und Fürsorge in einer
familiären Atmosphäre. Heutzutage haben wir in Polen eine
hohe und zunehmende Arbeitslosigkeit insbesondere betrifft das Frauen.
Ein guter Ausweg aus dieser hoffnungslosen Situation ist eine möglichst
hohe Ausbildung. Sie gibt den Frauen eine bessere Chance auf dem Arbeitsmarkt.
Viele Jugendliche können sich eine solche Ausbildung nicht leisten.
Wir hoffen, dass sich die Situation der Frauen in Polen nach dem Beitritt
in die EU verbessert und das die Frauen genauso gut wie die Männer
verdienen werden.
Landwirtschaft
Polnische Landwirtschaft wird im Vergleich zur Landwirtschaft der EU-Staaten
weniger subventioniert. Dadurch ist sie auch weniger effektiv und bringt
den Landwirten weniger Einkommen. Die Landwirtschaft in der EU ist besser
strukturiert, besser entwickelt und wir vor allem besser bezuschusst.
Die EU sichert den Landwirten den Absatz für ihre Produkte. In
Polen haben die Landwirte große Probleme mit dem Absatz ihrer
Produkte. Viele Landwirte leben am Existenzminimum.
Die Landwirte bilden die größte Gesellschaftsgruppe die
dem Beitritt in der EU sehr skeptisch gegenüber steht. Sie haben
Angst das sie dem Wettbewerb auf dem EU-Markt nicht standhalten können.
Aus diesem Grund fordern die polnischen Landwirte höhere Subventionen
die die Modernisierung der jetzigen Landwirtschaft ermöglichen
würden. Zur Zeit bringen die kleinen Bauernhöfe mehr Verluste
als Gewinne. Ein gutes Beispiel dafür ist das die Verkaufsgewinne
aus der Schweinezucht niedriger sind, als der Aufwand.
Außerdem sind die Anforderungen der EU an die Qualität des
Getreides viele größer als die Erträge die erwirtschaftet
werden. Aus diesem Grund sind die europäischen Zuschüsse in
gleichem Maße notwendig. Darüber sollen die polnischen Politiker
mit der EU verhandeln.

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